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"Öko-Förderung kommt beim Wähler an"

Interview von Horst Hermannsen in der Agrarzeitung

vom 16. Juli 2021

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Ist der Bio-Landbau im Vergleich zum konventionellen sachlich und moralisch zu rechtfertigen?

Der Bio- oder Ökolandbau sieht sich selbst als die sachlich und moralisch überlegene Form der Bodennutzung. Er wird auch allgemein sehr positiv beurteilt. Vielen gefällt, dass Öko natürliche Mittel und Methoden in der Agrarproduktion einsetzt und denken, dass Natürliches automatisch immer gut für Gesundheit, Klima und Umwelt sei. Konsumenten hinterfragen das kaum. Auch die Medien haben einen massiven Anteil an der breiten gesellschaftlichen Akzeptanz. Sie lassen bei Bio die übliche kritische Grundhaltung vermissen.

Wir sollten hier etwas genauer hinsehen. Ob diese positive Sicht des Bio-Landbaus gerechtfertigt ist, lässt sich in erster Linie daran messen, inwieweit diese Landnutzungsform tatsächlich zur Lösung aktueller Probleme, wie Ernährungssicherung, Klimawandel, Biodiversität, Nitrateintrag, Lebensmittelqualität und Nachhaltigkeit der Bodenfruchtbarkeit beiträgt und zu welchen wirtschaftlichen und sozialen Kosten. Ich habe mich lange damit beschäftigt und komme zu einer sehr kritischen Bilanz, die für mich selbst überraschend war.

Ökofruchtfolgen bringen im Vergleich zu konventionellen nur etwa 50 Prozent des Ertrags. Sie haben je Tonne Ertrag nicht nur deutlich ungünstigere THG- und Energiebilanzen, sondern meistens auch eine höhere Nitratauswaschung. Langfristig verringern sie den Nährstoffgehalt des Bodens und gefährden damit die Nachhaltigkeit der Erträge. Schließlich verursachen sie bei gleichwertiger Produktqualität nahezu doppelte Produktionskosten und durch höheren Flächenbedarf zusätzlich erhebliche soziale Kosten.

Diese Nachteile sind unabhängig vom Gesamtbedarf an Agrarprodukten und gelten deshalb auch dann, wenn wir die benötigte Produktmenge durch weniger Fleischkonsum und geringere Lebensmittelverluste reduzieren. Überdies sollten solche Reduktionen zuallererst die bestehenden hohen Nettoimporte mindern. Bio-Produkte sind trotz niedrigerer Rückstände von Pflanzenschutzmittel nachweislich nicht gesünder.

Schaut man sich die Belastung mit Pflanzenschutzmitteln genauer an, spielt deren Toxizität im Vergleich zu den ohnehin in den Pflanzen vorkommenden natürlichen Giftstoffen kaum eine Rolle und Bio-Produkte sind teils stärker mit Schwermetallen und Schimmelpilzen belastet.

Ich vergleiche hier immer mit dem klassisch-konventionellen Landbau und nicht mit einer hyperintensiven Landwirtschaft, die teilweise betrieben wird und sicherlich ökologisch gezügelt werden muss.

Trotz meiner kritischen Ausführungen spreche ich dem Bio-Landbau nicht ab, in einigen Bereichen positive Beiträge für die Landwirtschaft geleistet zu haben. Die aufgeführten Wirkungen zeigen aber deutlich, dass der Bio-Landbau dem Anspruch einer sachlich und moralisch überlegenen Wirtschaftsweise bei weitem nicht gerecht wird. Vorzuziehen ist – sachlich wie moralisch – der vernünftige konventionelle Landbau, wie ihn die weit überwiegende Zahl unserer Bauern betreibt.

Man hört so viel über Bio, aber welche Rolle spielt der Ökolandbau in der Versorgung mit Nahrungsmitteln?

In der Wahrnehmung wird Bio oft überschätzt, weil man die Produkte scheinbar überall im Angebot findet. Das täuscht aber, nach der  Statistik des Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft hatten Bio-Lebensmittel 2019 am Lebensmittelumsatz in Deutschland einen wertmäßigen Anteil von knapp 5,7 Prozent. Wegen des höheren Preises von Bio sind es mengenmäßig nur etwa 4 Prozent. Weniger als 3 Prozent der Lebensmittelmengen stammen aus heimischer Erzeugung.  Beim Rest handelt es sich um (klimaunfreundlichere) Importware. Was viele auch nicht wissen: China und Ecuador haben die höchsten Anteile bei Bio-Importen in die EU. Auch bei konventionellen Lebensmitteln gibt es nach wie vor erhebliche Netto-Importe, aber bei Bio ist der Anteil nach Einschätzung der Fachleute überproportional hoch.

Der Anteil von etwa drei Prozent Bio-Produkte, die bei uns hergestellt werden, wird nach der Statistik in 12,9% der landwirtschaftlichen Betriebe produziert, die dafür stolze 9,7% der landwirtschaftlichen Nutzfläche benötigen. Das ist ein klares Indiz dafür, dass für diese Produktionsweise erheblich mehr Fläche notwendig ist. Diese kann dann auch nicht zum Abbau von Nettoimporten oder zur Ausdehnung naturgeschützter und artenreicher Nutzung verwendet werden. Auch Flächenfreisetzungen, die z.B. durch Reduktion von Nahrungsmittel-verlusten und Fleischkonsum erreicht werden könnten, sollten vorzugsweise für den Importabbau und der naturnahen Nutzung eingesetzt werden und nicht etwa für die Ausdehnung von Bio. Das würde einen größeren Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt leisten.

Dann kann man sich noch fragen, warum Bio trotz seines Nischendaseins in unserer Wahrnehmung so stark ist. Ich erkläre es u.a. auch damit, dass der Handel erkannt hat, dass er mit Hilfe intensiver Werbung hier große Margen abschöpfen kann. Auch das sollte man sich in den Supermärkten und Discountern genauer ansehen. Nach Erhebungen des Ifo-Instituts in 2019 betrug die Handelsspanne bei Bio-Hähnchenbrust 18,40 € je kg, während sie bei der konventionellen Variante nur 2,73 € je kg betrug. Selbst bei Bio-Kartoffeln lag der Anteil des Handels um 80 Prozent höher als beim konventionellen Produkt. Hier stehen ökonomische Ziele im Vordergrund, da sollte man keine Illusionen haben.

Welche Rolle hat der Bio-Landbau bei Klimaschutz; oder anders gefragt, kann er dem Klimawandel entgegenwirken?

Für den Klimaschutz ist wichtig, dass im Interesse von THG-Bindung, Artenvielfalt sowie C-Sequestrierung möglichst viele Flächen für natürliche oder naturgeschützte Nutzung verbleiben. Hier ist der erhöhte Flächenbedarf des Bio-Landbaus ein Problem.

Für die gleiche Erntemenge ist bei Bio im Vergleich zu Konventionell entweder die doppelte Fläche nötig, oder fehlende Erträge müssen importiert werden. In beiden Fällen werden zusätzliche Flächen einer potenziell klimafreundlicheren Nutzung entzogen und auf die Bindung erheblicher THG-Mengen verzichtet. Zum Beispiel verliert man bei Verzicht auf Waldnutzung mehr als 10 Tonnen CO2äq.-Bindung je Hektar und Jahr. Dieser Opportunitätsverlust führt dazu, dass Bio je Hektar und je Tonne Ertrag weitaus mehr THG Emissionen verursacht obwohl beim Anbau von Bio der THG-Ausstoß je Tonne Ertrag etwas geringer ist.  Hinzu kommt, dass Landnutzungsänderungen, vor allem bei Umbruch von Grünland und Rodung von Wäldern im Ausland, mit zusätzlichen THG-Emissionen verbunden sind und beim Transport über tausende Kilometer weitere Emissionen anfallen.


Beispielsweise belastet der Ersatz des Ertrags von einem Hektar konventionellem Anbau durch Bio mit Import des Minderertrags aus Brasilien die Atmosphäre mit wesentlich höheren CO2 Emissionen, die im Extremfall bis zum Vierfachen betragen können. Hinzu kommen die erhebliche Opportunitätsverluste in Biodiversität. Damit wird deutlich, das Bio kein Problemlöser ist, sondern im Gegenteil bei global begrenzter und sogar abnehmender Ackerfläche zur erheblichen Verschärfung der Klimakrise und Gefährdung der globalen Ernährungssicherung beiträgt.

Ist die hohe staatliche Subventionierung des Ökolandbaus gerechtfertigt, was sind die Motive?

Gegenwärtig erhält der Ökolandbau etwa doppelt so hohe Subventionen je Hektar wie der konventionelle. Aufgrund halber Ertragsmengen bei Bio führt das zum vierfachen Förderbetrag je Tonne Ertrag für ein Produkt, das nicht nur doppelte Produktionskosten verursacht, sondern auch, wie ich bereits ausgeführt habe, ökologische Schwächen hat. Es gibt also keinen ökologischen oder ökonomischen Grund, die Bio-Landnutzung in ihrer heutigen Form zu fördern.

Über die Motive kann ich nur spekulieren. Weil Bio in der Öffentlichkeit so populär ist, zieht es auch Akteure mit politischem oder ökonomischem Kalkül an, so dass Bio inzwischen auch von diesen sachfremden Motiven profitiert. Die Förderung von Bio kommt beim Wähler gut an.

Die Frage ist jedoch, ob Entscheidungsträger sich der Konsequenzen bewusst sind. Ich möchte ja nicht unterstellen, dass man mit Absicht ökologische Probleme exportiert und eine effiziente Landwirtschaft zerstört, aber faktisch läuft es darauf hinaus. Dabei sind THG-Exporte wirkungslos und verschlechtern dazu noch die THG-Gesamtbilanz.

„Bio-Subventionen“ wären sicher besser für die Förderung der weiteren Ökologisierung der konventionellen Landwirtschaft eingesetzt. Statt kompromisslose Ideologien zu fördern, wäre es Zeit, bewährte Konzepte des Klima- und Artenschutzes weiterzuentwickeln und in die Breite zu tragen.

Warum gehen selbst landwirtschaftliche Hochschulen so unkritisch mit diesem Thema um?

Ich argumentiere gegen ein Studienangebot in Bio-Landbau, weil durch die ideologische Ausrichtung zu viele Optionen zur Ökologisierung und Ertragssteigerung ausgeblendet werden. Ich sehe die Hochschule der Wissenschaft verpflichtet und nicht als Multiplikator von Ideologien. Inzwischen kann ich teilweise nachvollziehen, dass Hochschulen die Nachfrage nach solchen Studieninhalten befriedigen und dem Zeitgeist folgen, bedaure aber, dass die nötige wissenschaftliche Sorgfalt oft auf der Strecke bleibt und die Ideologie eine größere Rolle zu spielen scheint.

Ich zweifle an der wissenschaftlichen Gründlichkeit, wenn selbst renommierte Institutionen wie das Thünen-Institut bzw. die Leopoldina angebliche Nachteile des konventionellen Landbaus durch Hektarvergleiche feststellen und übersehen, dass eigentlich die Umwelteffekte je Tonne Ertrag entscheidend sind. Oder den chemischen Pflanzenschutz ohne Blick auf dessen Erfolge, wie Reduzierung der Toxizität und Beitrag zur Sicherung der Welternährung, für das Insektensterben verantwortlich machen und quasi abschaffen wollen, ohne dies auf ausreichend breiter Grundlage wissenschaftlich zu belegen

Noch schwerwiegender ist, dass die Ausdehnung von Bio oft wissenschaftlich befürwortet wird, ohne die Opportunitätsverluste bezüglich THG, Artenvielfalt und C-Sequestrierung zu berücksichtigen.

Die Hochschulen folgen auch den Anreizen des wissenschaftlichen Umfelds und der Politik: inzwischen sind Fördergelder für Forschung in Bio-Landbau mit seinem mengenmäßigen Marktanteil von gut 4%, davon mehr als 40% Importe, sehr viel leichter zu akquirieren als Forschungsmittel für die weitere Ökologisierung des konventionellen Landbaus, der die übrigen 96% des Lebensmittelumsatzes liefert und damit ökologische Fortschritte weitaus wirksamer umsetzen könnte.

"Öko-Förderung kommt beim Wähler an"

Interview by Horst Hermannsen in Agrarzeitung

published on 16. Juli 2021

unofficial English translation

Can organic farming be technically and morally justified in comparison to conventional farming?

Organic or ecological agriculture regards itself as the morally and technically superior form of land use. It is also generally viewed positively. Many consumers appreciate that organic farming uses ‘natural means and methods’ in agricultural production and believe that ‘natural things’ are automatically good for health, climate and the environment. Consumers rarely question this. The media also play a massive role in the broad social acceptance. With regard to organic farming, they lack their usual critical attitude.

At this we should take a closer look. Whether this positive view of organic farming is justified can be measured primarily by the extent to which this form of land use actually contributes to solving current problems, such as food security, climate change, biodiversity, nitrate leaching, food quality, soil fertility and sustainability - and at what economic and social costs. Having studied all these relationships for a long time, I have arrived at a very critical assessment, which even surprised myself.

Organic crop rotations produce only about 50 percent of the yield per hectare in comparison to conventional farming. They not only have significantly higher greenhouse gas emissions (GHG) and less favourable energy balances per ton of yield, but mostly also higher nitrate leaching. In the long term, they reduce the nutrient availability of the soil, which jeopardizes the sustainability of yields. Furthermore, they cause almost double the production costs for the same product quality and additionally considerable social costs due to higher land requirement.

These disadvantages do not depend on the total supply of agricultural produce and, therefore, apply even if the demand of farm produce is reduced by consuming less meat and reducing food waste. Such reductions should first and foremost be used to mitigate the existing high net imports. Moreover, organic products have not been proven to be healthier, despite lower pesticide residues.


Taking a closer look at the contamination with pesticides, their toxicity hardly plays a role in comparison to the natural toxins which occur in the plants themselves. Furthermore, organic products are often more contaminated with heavy metals and molds.


I always use classical conventional farming as a comparison and not hyper intensive agriculture, which certainly should be ecologically restrained.

Despite my critical remarks, I do not deny that organic farming has made positive contributions to agriculture in some areas. However, the effects listed clearly show that organic farming does not by far live up to the claim of being the technically and morally superior way of farming. Preference should be given - both technically and morally - to responsible conventional farming as practiced by the vast majority of our farmers.

We hear so much about organic, but what role does organic farming play in the food supply?

The role of organic food is often overestimated, since the products seem to be on sale everywhere. However, this is deceptive: according to the statistics of the Bund für Ökologische Lebensmittelwirtschaft, organic food accounted for a market share in monetary terms of just under 5.7 percent of the food sales in Germany in 2019. Due to the higher price of organic food this is only about four percent in terms of volume. Less than three percent of the food sales volume comes from domestic production.  The rest are (climate-unfriendly) imported goods. What most consumers also do not know: China and Ecuador have the highest shares of organic imports into the EU. There are still considerable net imports of conventional food as well, but in the case of organic, according to experts, the share is disproportionately high.

Statistics show furthermore that the three percent of organic products produced in our country is produced in 12.9 percent of farms which require an impressive 9.7 percent of agricultural land for this purpose. This is a clear indication that considerably more land is needed for this production method. This land cannot then be used to reduce net imports or to expand nature-protected and “species-rich” uses. Land set aside by reducing food losses and meat consumption should preferably be used to decrease imports and to increase nature-oriented land-use and not for the expansion of organic farming. This would have a greater effect on protecting the climate and the environment.


We can ask ourselves why organic farming has of late become so popular despite its niche existence. I explain this, among other reasons, by the fact that retailers have recognised that they can skim off large margins here with the help of intensive advertising. A closer look at supermarkets and discounters proves this. According to surveys by the Ifo Institute in 2019, the trade margin for organic chicken breast was €18.40 per kg, whereas it was only €2.73 per kg for the conventional variant. Even for organic potatoes, the retailer's share was 80 percent higher than for the conventional product. Financial interests dominate here. One should have no illusions!

What is the role of organic agriculture in climate protection; or, in other words, can it counteract climate change?

For climate protection, it is advantageous to keep as much land as possible under natural vegetation or as nature conversation areas. This is also in the interest of biodiversity and carbon sequestration. The increased land requirements of organic farming are a problem here.

To obtain the same yield in organic farming, either twice the area is needed compared to conventional farming, or the missing yields need to be imported. In both cases, additional land is taken away from a potentially more climate-friendly use and considerable amounts of GHG sequestration are lost. For example, losing one hectare of forest can result in less CO2eq. binding of more than 10 tons per year. Through these losses of opportunities organic farming leads to far higher GHG emissions not only per ton of yield but also per hectare, although the amount of GHG emitted per ton by the production process itself is slightly lower with organic farming. In addition, land-use changes lead to additional GHG emissions, especially when grassland is converted or forests are cleared abroad. Further emissions are generated by the transport of additionally imported agricultural produce over thousands of miles.

For example, replacing the yield of one hectare of conventional cultivation by organic farming and importing the missing yield from Brazil pollutes the atmosphere with much higher CO2 emissions which in extreme cases can be four times as high. In addition, substantial opportunity losses of biodiversity are caused. This illustrates that organic farming is not a problem solver, but on the contrary, considering globally limited and even decreasing arable land, contributes to a substantial aggravation of the climate crisis and endangers global food security.

Is a high government subsidization of organic agriculture justifiable, and what are the motives?

Currently, organic farming receives about twice as many subsidies per hectare as conventional farming. Due to half the yields in organic farming, this leads to four times the subsidy per ton of yield for a product that not only causes double the production costs but also, as I have already explained, has ecological shortcomings. I therefore see no ecological or economic justification for the promotion of organic land use in its current form.

I can only speculate about the motives. Because organic farming has become so popular with the public, it also attracts groups with purely political or financial interests, with the consequence that organic agriculture is also benefitting from these extraneous motives. Promoting organic goes down well with voters.

The question is, however, whether decision-makers are aware of the consequences. I hesitate to imply that they are deliberately exporting ecological problems and destroying an efficient agriculture, but in fact that is what it amounts to. This is taking place although GHG exports are ineffective and also worsen the overall GHG balance.

"Organic subsidies" would certainly be better used to promote the further greening of conventional agriculture. Instead of promoting uncompromising ideologies, it is high time to further develop tried and tested concepts of climate and species protection and apply them broadly in conventional agriculture.

Why do agricultural universities deal with this matter uncritically?

I argue against offering courses on organic agriculture. The ideological focus suppresses too many options for greening and increasing yields. I still regard universities as institutions committed to science and not as a multiplier of ideologies. On the other hand, I partly recognise that universities have to follow the “Zeitgeist” and need to satisfy the demand for such study content. However, I regret that the necessary scientific rigour is often missing and ideology gains the upper hand.
 

I also doubt the scientific thoroughness when even renowned German research institutes such as the Thünen Institute or Leopoldina ascertain the alleged disadvantages of conventional agriculture by using hectares instead of yield quantities as the reference point for their comparisons and overlook that the environmental effects per ton of yield are decisive. Or when they blame chemical crop protection for insect mortality without considering its positive aspects, such as reducing toxicity and contributing to world food security wanting to virtually abolish it without providing sufficient broad based scientific evidence.


In my opinion it is highly questionable that the expansion of organic farming is often scientifically advocated without considering the opportunity losses in terms of GHG, biodiversity and C sequestration.

The universities also follow incentives of the scientific environment and politics:
Today it is much easier to acquire funding for research in organic agriculture with its quantitative market share of only about four percent, of which more than 40 percent are imports, than to obtain research funding for the further greening of conventional agriculture which supplies the remaining 96 percent of food sales and could thus implement ecological progress far more effectively.

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