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  • Herbert Ströbel

Bayerisches Landwirtschaftliches Wochenblatt berichtet über Ablehnung meines Beitrags durch BüL

Aktualisiert: 5. Feb. 2023


Unter dem Titel "Zensiert Özdemir kritische Wissenschaftler?" hat das Bayerische Landwirtschaftliche Wochenblatt über meine Erfahrungen mit der Redaktion der „Berichte über Landwirtschaft (BüL)“ berichtet. Die Zeitschrift wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) herausgegeben und will nach eigenen Angaben ein Podium für wissenschaftliche Auseinandersetzung geben. Mein Beitrag „Jenseits der Öko-Illusion – Gedanken zu einer verantwortungsvollen Landwirtschaft“ wurde nach vielem Hin und Her abgelehnt.


Der Artikel stellt die Vorgänge um die Ablehnung meines Beitrags sehr treffend dar. Aus dem Schriftverkehr zwischen der Schriftleitung von „Berichte über Landwirtschaft“ und mir geht eindeutig hervor, dass die Gründe in einem unerwünschten Inhalt liegen und nicht etwa durch Formfehler begründet war. Dies wird weiterhin dadurch belegt, dass erst dann von einem zweiten Gutachten die Rede war als das erste zu positiv ausfiel. Die Art des Verfahrens und das interne Vorgehen des BMEL (inkl. Erkenntnissen aus internem Mailverkehr) weisen auf eine gezielte Einflussnachme des BMEL auf die Inhalte hin. Die abgelehnte Herausgabe eines zweiten Gutachtens ist weiterhin ein Beleg dafür, dass ein wissenschaftlicher Diskurs nicht erwünscht ist. Dazu passt auch, dass die Schriftleitung als Ablehnungsgrund u.a. die Befürwortung des Ökolandbaus durch den Wissenschaftlichen Beirat des Ministeriums nennt, der nicht als die höchste Wahrheitsinstanz gelten kann, die eine weitere kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung unnötig macht.


Ich persönlich bin sehr enttäuscht, dass diese wichtige Möglichkeit einer echten Auseinandersetzung offenbar vom wichtigsten Ministerium nicht gewünscht ist. Wir haben in Deutschland eine ausgezeichnete wissenschaftliche Landschaft, viele Menschen, die sich mit echtem Interesse an guten Lösungen oft ihr Leben lang mit der Landwirtschaft beschäftigen und auch globale Herausforderungen im Blick haben. Diese sollte nicht mit Scheuklappen selektiv ausgeblendet werden.


Im Gegenteil, das Ministerium sollte eigentlich das größte Interesse haben, die ideologischen Grenzen zwischen Vertretern von absoluten Lösungen (dem sinnlosen Rechthabereiwettbewerb zwischen Öko und anderen) niederzureißen und einen echten lösungsorientierten Dialog anhand der notwendigen Kriterien fördern.



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